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SPD und Grüne schieben Gleichstellung und Vielfalt im Sport auf die lange Bank

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende und sportpolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion

Zur Ablehnung von SPD und Grünen, die Dringlichkeit eines Antrages anzuerkennen, der Holstein Kiel bei der Gleichstellung in die Pflicht nimmt (SSW-Antrag Drs. 555/2018), erklärt Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende und sportpolitische Sprecherin der Kieler SSW-Ratsfraktion:

„Wir dürfen Holstein Kiel in seiner Vorbildfunktion nicht aus der Pflicht entlassen, wenn es darum geht, wichtige  gesellschaftlichen Ziele, zu denen Vielfalt, Respekt, die Gleichstellung von Frauen und Männer im Sport sowie die Arbeit an einer offenen Gesellschaft geht, umzusetzen. Dies gilt natürlich einmal mehr, wenn die BetreiberInnen des Holstein-Stadions von der Gesellschaft Fördergelder entgegennehmen.

SPD und Grüne verhalten sich daher völlig unverständlich, wenn sie in der Ratsversammlung schließlich sogar die Diskussion über dieses Thema ablehnen.

Im Landtag hatten SSW, CDU, FDP und Grüne zusammen mit der SPD an die Ausgabe von Holstein-Kiel-Fördergeldern gerade die Forderung gebunden, dass sich der Verein für Gleichstellung im Sport und Vielfalt einsetzt. Es wäre nur folgerichtig, dass die Stadt Kiel sich dem anschließt.

Jeder und jedem muss klar sein: Wenn gesellschaftliche Ziele nicht schon von Anfang an am Verhandlungstisch miteingearbeitet werden, wird man sie kaum mehr nachverhandeln können. Der peinliche Umgang Holstein Kiels mit seinen Frauenfußballerinnen zeigt deutlich, wie dringend Mann dort noch an seine gesellschaftliche Verantwortung erinnert werden muss.“

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