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Bau des Gasmotorenkraftwerks startet endlich

Die energiepolitischen Sprecher der Kieler Rathaus-Kooperation, Sven Seele (SSW), Wolfgang Schulz (SPD) und Lutz Oschmann (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßen die Entscheidung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Kiel, den Bau des Gasmotorenkraftwerks endlich anzufassen.

„Endlich startet der Bau des Kraftwerks auf dem Ostufer richtig durch! Mit der heutigen Entscheidung des Aufsichtsrats der Stadtwerke sind wir auf einem guten Weg, schon 2018 das alte Kohlekraftwerk abzuschalten. Damit setzen wir die klimapolitischen Ziele der Landeshauptstadt Kiel um und reduzieren die CO2-Emissionen. Wir sichern auch die vorhandene, ausbaufähige Fernwärmeversorgung nachhaltig ab. Besonders wichtig ist uns, dass die Beschäftigten der Stadtwerke Kiel so eine nachhaltige Perspektive für ihr Unternehmen und ihre Arbeitsplätze bekommen.

Mit der Umsetzung des Plans erhält die Stadt ein modernes und hoch effizientes Gasmotorenkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von ca. 190 MW. Mit dem modernen, flexibel fahrbaren Gasmotorenkraftwerk, dem E-Kessel und dem Wärmespeicher werden die Stadtwerke in Zukunft besser auf die Schwankungen der Stromerzeugung der erneuerbaren Energien reagieren können. Davon profitiert auch in Zukunft die Fernwärmeversorgung in der Landeshauptstadt Kiel. Gleichzeitig erhalten die Stadtwerke einen Baustein für die Energieversorgung im Rahmen der Energiewende mit einer zunehmenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Es ist gut, dass die MVV nach einer nunmehr einjährigen Diskussion über die Umsetzung des Kraftwerkes zusammen mit den städtischen Vertretern und den Vertretern der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat den Weg für dieses große Projekt freigemacht hat. Mit dem Dreifachbeschluss – Freigabe des Detail Engineering, Beauftragung der Absicherung der Finanzierung und Festlegung des Endes für das Kohlkraftwerk mit einer Abschaltung im Jahre 2018 – ist das Großprojekt nunmehr auf die Schiene gesetzt worden. Unser Dank gilt dem Projektteam der Stadtwerke für die geleistete Arbeit und den Mitarbeitern des Gemeinschaftskraftwerkes, die bislang hervorragende Arbeit geleistet haben und auch bis zur endgültigen Stilllegung des Kohlekraftwerkes die Fernwärmeversorgung Kiels sicherstellen werden.

Nach Vorlage des Finanzierungskonzeptes wird dann der endgültige Baubeschluss für die konkreten Bauvorhaben auf dem Kieler Ostufer erfolgen. Mit der Strom- und Gasnetzanbindung, der Errichtung des E-Kessels und des Wärmespeichers sind bereits erste Bausteine für das Gasmotorenkraftwerk errichtet worden bzw. befinden sich sogar schon im Bau.

Die Landeshauptstadt Kiel hat ihren Finanzierungsbeitrag für das Projekt in dem Haushalt 2015 und für die Folgejahre abgesichert. Damit haben wir Vorsorge für die Finanzierung dieses großen Investitionsvorhabens in Höhe von rund 300 Mio. getroffen. Mit der in Aussicht gestellten Bundesförderung für effiziente Gasmotorenkraftwerke, die Kohlekraftwerke aus Klimaschutzgründen ersetzen, im zukünftigen KWK-Gesetz erhält das Projekt einen Finanzierungsbeitrag. Diese Absicht des Bundeswirtschaftsministers begrüßen wir und bedanken uns bei der Landesregierung, insbesondere bei Ministerpräsident Torsten Albig und Energieminister Dr. Robert Habeck, sowie bei Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, die sich beim Bundeswirtschaftsminister für eine Förderung des Kieler Projektes im zukünftigen KWK-Gesetz eingesetzt haben.“

Abschließend erklären die energiepolitischen Sprecher der Kooperation:

„Wir werden die Stadtwerke bei der Umsetzung des Projektes und bei der Ausrichtung der Geschäftspolitik unter den neuen Markt-Anforderungen im Zeitalter der ‚Erneuerbaren Energien‘ begleiten und mit Anregungen unterstützen.“

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