19. November 2015

Susanne Swoboda: Arbeit ist eine große Integrationschance

Dr. Susanna Swoboda
Dr. Susanna Swoboda

Besser als Worte sind Taten mit nachhaltiger Wirkung. Der SSW fordert daher alle Möglichkeiten zu nutzen, Flüchtlingen, die nach Kiel kommen, den Weg in das Arbeitsleben zu ermöglich. SSW-Ratsfrau weiß die guten Gründe für den Beschluss, den neben SSW, SPD und Grünen auch die Linke und die FDP mitgetragen haben:

„Sehr geehrter Herr Stadtpräsident,

Ich freue mich, dass der Antrag Integration durch Arbeit von Kooperation, FDP und Linke gemeinsam getragen wird. Denn unserer Meinung nach ist Integration erst durch Arbeit bzw. Ausbildung möglich und dazu gehört selbstverständlich der Erwerb der deutschen Sprache. Soziale Ausgrenzung ist oft an berufliche Ausgrenzung gekoppelt. Wenn wir keine Parallelgesellschaften wollen, müssen wir die Menschen in Arbeit bringen. Das Gefühl willkommen zu sein, hängt nicht nur vom ersten Empfang ab sondern ganz entscheidend davon, ob die Menschen eine berufliche Perspektive sehen und bekommen. Dafür müssen wir jetzt gemeinsam die richtigen Weichen stellen, die Motivation, mit der viele geflüchtete Menschen hier ankommen aufgreifen und unterstützen und nicht durch scheinbar unüberwindliche bürokratische Hürden zum Erliegen bringen. Das gleich gilt für die Betriebe hier, es gibt in vielen Betrieben eine große Bereitschaft, Flüchtlinge einzustellen, doch fordern auch hier die vielen Hürden, bis jemand eingestellt werden kann, einen langen Atem und zu viel Energie bei allen Beteiligten. Das muss sich ändern.

Die Bezeichnung Flüchtlinge täuscht manchmal darüber hinweg, dass es sich um keine einheitliche Gruppe handelt sondern um viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlicher Bildung, verschiedenen Kompetenzen und Vorlieben.

Für eine gute und sinnvolle Integration in den Arbeitsmarkt gilt es, die richtigen Menschen mit den richtigen Arbeits- oder Ausbildungsstellen zusammenzubringen. Für einige mag das Hamburger Modell das richtige sein, in dem gleichzeitig der Erwerbs der deutschen Sprache als auch eine Ausbildung stattfinden. Andere werden es bevorzugen, sich erst sprachliche Kompetenzen anzueignen und dann eine Ausbilddung bzw. einen Arbeitsplatz anzustreben.

Wir alle stehen vor einer großen Aufgabe, die uns quantitativ aber auch qualitativ fordert. Wir werden wertvolle Erfahrungen sammeln bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, neue Strategien entwickeln. Vermutlich wird sich erst unterwegs genau zeigen, was sich bewährt und wo nachgebessert werden muss. Unser Antrag ist ein erster Schritt, viele verschiedene Wege der Umsetzung zu denken und zu initiieren, um diese wichtige Aufgabe voranzubringen. Und natürlich ist das ein langer Weg, zu unterschiedlich ist das Bildungsniveau, oft fehlt es an Schulabschlüssen und formalen beruflichen Qualifikationen. Das heißt, wir werden es nicht häufig genug erreichen, die Fachkräfte von heute einstellen zu können, die schon jetzt von vielen Betrieben und Unternehmen dringend gesucht werden. Aber wir werden die Fachkräfte von morgen oder auch von Übermorgen ausbilden und qualifizieren.

Ich bitte um Unterstützung! Vielen Dank!“

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ssw-ratsfraktion@kiel.de

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