SSW-Ratsfraktion zum Orange Day: Gewalt gegen Frauen erkennen und verhindern

SSW-Ratsfraktion zum Orange Day: Gewalt gegen Frauen erkennen und verhindern

Die SSW-Ratsfraktion unterstützt den Orange Day als wichtiges Mittel zur Sichtbarmachung und gesamtgesellschaftlichen Aufklärung über das Problem der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Dazu erklären die gleichstellungspolitischen Sprecher*innen der SSW-Ratsfraktion, Ratsfrau Dr. Susanna Swoboda und Ratsherr Marcel Schmidt:

„Am heutigen 25. November ist der jährlich stattfindende ‚Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen‘ der wegen seiner gewählten Symbolfarbe auch Orange Day genannt wird. Das Ansinnen und die dahinterstehenden Initiativen und Menschenrechtsorganisationen unterstützen wir uneingeschränkt. Noch immer ist Gewalt an Frauen und Mädchen in Deutschland ein gesamtgesellschaftliches Problem, das wegen seiner Schwere unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. Die Erscheinungsformen reichen von psychischer Gewalt über Körperverletzung bis hin zum Femizid.

Wir unterstützen die Landeshauptstadt Kiel und das Land Schleswig-Holstein in ihren vielfältigen Aktivitäten und ihrem Engagement, dieses gesellschaftliche Problem in den Griff zu bekommen. Allerdings gibt es auch hier noch Raum für Verbesserung. Die Plätze in den Frauenhäusern sind in Kiel unterhalb der internationalen Empfehlung. Hier erleben wir eine Verantwortungsdiffusion zwischen Stadt und Land, die am Ende zulasten der von Gewalt bedrohten Frauen geht. Hier muss dringend Klarheit hergestellt und nachgebessert werden.

Insgesamt ist Gewalt – speziell gegen Frauen und Mädchen – jedoch ein Problem, zu dessen Lösung wir alle beitragen können und müssen. Vor uns liegt erneut ein Corona-Winter und wir müssen damit rechnen, dass viele Menschen wochenlang wegen Ausgangsbeschränkungen auf engem Raum zusammenleben müssen. Hier sind wir alle gefragt, auf unsere Mitmenschen zu achten, Anzeichen und Hinweise richtig einzuordnen und Hilfe anzubieten oder Wege zu Hilfsangeboten aufzuzeigen, zum Beispiel die Frauenberatungsstellen in Kiel.“

sekretær

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