20. August 2021

Luftfilter: große Fraktionen vertagen Schutz für Kieler Schüler*innen

Die SSW-Ratsfraktion bewertet die Vertagung eines Ratsantrags zur Beschaffung von Luftfiltern für die Kieler Schulen als ein fatales Signal an alle Schüler*innen. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende Ratsherr Marcel Schmidt:

„Wir mussten leider in der gestrigen Ratssitzung erleben, dass die großen Fraktionen SPD, Grüne und CDU ihrem ablehnenden Kurs gegenüber Luftfiltern für Kieler Klassenräume weiter treu bleiben. Der von uns und den Linken als Mitantragsteller mitgetragene Ratsantrag der FDP ‚Bestmögliche Bildungschanchen gewährleisten – Luftfilter für Schüler*innen‘(Drs. 0699/2021) wurde von ihnen in den Ausschuss für Schule und Sport überwiesen.

Richtig wäre es gewesen, den Antrag jetzt zu beschließen und möglichst schnell in die Umsetzung zu gehen. Die vierte Welle der Corona-Pandemie nimmt immer weiter Fahrt auf und diejenigen, die ihr aktuell am schutzlosesten ausgeliefert sind, sind die Schüler*innen – erst recht in den Schulen der Landeshauptstadt, die zuletzt noch Spitzenreiter in der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz war. Die Impfquote unter den Lernenden ist niedrig und wird wegen der erst ab 12 Jahren freigegebenen Impfung auch niedrig bleiben.

Marcel Schmidt – Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Anstatt jetzt aber endlich zu handeln und alles in Bewegung zu setzen, dass die Kieler Klassenzimmer als Lernorte sicherer werden, zerreden die großen Fraktion das Thema. In diesem Zusammenhang ärgern wir uns besonders über das Argument, Luftfilter würden den Kindern und Jugendlichen eine trügerische Sicherheit vorgaukeln, weswegen man lieber gleich auf sie verzichtet. Das grenzt schon allein deswegen an Bösartigkeit, da die gleiche Argumentation auch bereits die Einführung der Masken- und später der Testpflicht begleitete. Beide haben sich am Ende als elementare Bausteine in der Pandemie-Bekämpfung herausgestellt. Es wäre schön, wenn hier die großen Fraktionen daraus lernen könnten, anstatt beim Thema Luftfilter weiter Beton anzurühren und die Schüler*innen der Landeshauptstadt sich selbst zu überlassen.“

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