1. März 2019

Förde-Badezone ersetzt den Stadtstrand – aber nicht Katzheide

Die Verwaltung plant, an den bisher für Wassersport genutzten Stegen des Camps 24/7 an der Förde eine 1200qm große Badezone einzurichten. Die SSW-Ratsfraktion begrüßt das Vorgehen, das sich an einer vergleichbaren Einrichtung in Aarhus orientiert. Dazu erklärt Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Kiel:

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion

„Die Pläne der Verwaltung, am Camp 24/7 an der Förde eine kostenlose Badestelle einzurichten, sehen wir sehr positiv. Die Nutzung der dort bereits vorhandenen Stege ist eine schnelle und pragmatische Antwort auf die Herausforderungen des Rekordsommers 2018, der viele Menschen dazu verleitet hat, illegal in der Förde zu baden. Auch unser dänischer Städtepartner Aarhus hat bisher gute Erfahrungen mit seinen Ponton-basierten Schwimm-Möglichkeiten gemacht. Die Einrichtung eines Stadtstrands in Kiel lehnen wir nach wie vor kategorisch ab. Wiederkehrende kostspielige Sandaufschüttungen, die in das ökologische Gleichgewicht der Förde eingreifen, können nicht die Lösung für ein Problem sein, das sich durch Stege oder Pontons wesentlich günstiger und umweltfreundlicher lösen lässt.“

Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion ergänzt:

 „Wir begrüßen, dass in Kiel ein Provisorium getestet wird, das bei Erfolg zu einer Schwimm-Einrichtung wie in Aarhus ausgebaut werden kann. Gleichzeitig legen wir jedoch großen Wert darauf, dass auch das Ostufer bei all diesen Überlegungen nicht vergessen wird; Katzheide wird diese Saison geschlossen bleiben. Da es im Kieler Osten diesen Sommer absehbar kaum kälter sein wird als auf dem Westufer, werden auch für diese Hälfte der Stadt Lösungen gefunden werden müssen. Unabhängig davon darf Katzheide in der Kieler Bäder- und Badelandschaft nicht hinten runter fallen: Das Freibad braucht einen attraktiven Betriebsmodus, der an die Bedürfnisse seiner BesucherInnen angepasst ist.“

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