14. August 2019

Feuerwerke in Kiel: ganzheitlich betrachten und Lösungen finden

Mit der öffentlichen Debatte um die Feuerwerke auf der Kieler Woche und an Silvester ergibt sich in der Landeshauptstadt ein Gesprächs- und Handlungsbedarf, dem die SSW-Ratsfraktion mit ihrem Antrag an die Kieler Ratsversammlung („Feuerwerke ganzheitlich betrachten und begrenzen“, Drs. 0734/2019) Ausdruck verleiht. Dazu erklärt der Vorsitzende der Kieler SSW-Ratsfraktion, Ratsherr Marcel Schmidt:

„Die öffentliche Debatte um die Feuerwerke auf der Kieler Woche, sowie der Antrag der DUH auf ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke führt aus Sicht der SSW-Ratsfraktion Kiel zu Gesprächs- und Handlungsbedarf in der Kieler Ratsversammlung. Wir lehnen eine reine Verbotsdiskussion ab, sondern erwarten eine ganzheitliche Betrachtung von Feuerwerken insgesamt. Wir müssen eine Diskussion führen über Genehmigungen von privaten Feuerwerken, Gefahren von frei verkäuflichen Feuerwerkskörpern und insbesondere von illegalen Sprengkörpern und die Vor- und Nachteile von zentralen Feuerwerken anstelle von privatem Kleinfeuerwerk.

Um schlussendlich eine fundierte Entscheidung treffen zu können, haben wir einen Antrag geschrieben, den wir gemeinsam mit der Fraktion Die Linke in die kommende Ratsversammlung einbringen: Wir brauchen von der Verwaltung eine systematische Offenlegung der Genehmigungspraxis von privaten Feuerwerken und ein Instrumentarium, um Feuerwerke bei Bedarf sinnvoll reglementieren zu können und das Zünden von illegalen Sprengkörpern wirksam unterbinden und verfolgen zu können. Die Verwaltung soll ebenfalls aufzeigen, wie sie z.B. das Kieler Woche-Feuerwerk durch neue, nicht-pyrotechnische Elemente aufwerten und weniger klima- und gesundheitsschädlich gestalten kann.

Marcel Schmidt – Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Da unsere Möglichkeiten der Einflussnahme auf kommunaler Ebene an Grenzen stoßen, bitten wir den Oberbürgermeister, den Bund über eine Initiative im Städtetag aufzufordern, die Kommunen mit weitreichenderen Regelungsbefugnissen auszustatten. Weiterhin soll er Landtag und Landesregierung zu einer Initiative im Bundesrat auffordern, die das frei verkäufliche Sortiment an Feuerwerkskörpern im Sinne der Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung anpasst und strengere Richtlinien anlegt. Die KielerInnen sollen Spaß an ihren Feuerwerken haben können und sich nicht um ihre Gesundheit Sorgen machen müssen.“

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