Europäische Kulturhaptstadt: Kann Kiel (europäische) Kultur?

Marcel Schmidt – Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Das  Projekt „Kulturhauptstadt Europas“ gilt als „Vorzeigeprojekt“ der Europäischen Union. Hierbei handelt es sich um eine „europäische Auszeichnung mit auf EU-Ebene definierten Standardkriterien und -zielen“, die jährlich an mindestens zwei Städte vergeben wird. Bei dem Projekt, das bereits Städte wie Berlin, Weimar und Essen durchgeführt haben, dürfen auch Nachbarstädte oder eine ganze Region einbezogen werden.

Die CDU-Ratsfraktion und die SSW-Ratsfraktion meinen, dass es an der Zeit sei, die Landeshauptstadt Kiel auch kulturell auf europäischer Ebene hervorzuheben, so die kulturpolitischen Sprecher Ratsfrau Erika Diehr (CDU) und Ratsherr Marcel Schmidt (SSW).

Deshalb stellen die CDU- und SSW-Ratsfraktion in der morgigen Ratsversammlung, am 17.01.2019, einen entsprechenden Prüfantrag, der die mögliche Bewerbung Kiels als „Kulturhauptstadt Europas“ im Jahr 2025 beinhaltet und hoffen im Sinne der in Kiel erstarkenden Kieler Kultur- und Kreativszene auf große Zustimmung im Rat.

Bereits angelaufene Kieler Kulturprojekte wie „Ostseekulturhauptstadt 2020“ und diverse enge Verknüpfungen – insbesondere mit dänischen Kultureinrichtungen (z.B. Aarhus, designierte Partnerstadt von Kiel, die im Jahr 2017 Kulturhauptstadt Europas war) – bilden dabei eine ebenso gute Bewerbungsgrundlage wie Kiels sportlich-kulturelles Großereignis, die „Kieler Woche“, die bereits international einen guten Ruf besitzt.

Allein von der Bewerbung als „Kulturhauptstadt Europas“ könnte Kiel auf deutliche Impulse für die Entwicklung der Stadt, für die Identifikation der als Teil der Aktion einzubindenden Bürgerinnen und Bürger aller Bevölkerungsgruppen mit ihrer Stadt, für neue europäische und internationale Kulturkontakte sowie für die Tourismuswirtschaft hoffen, so Ratsfrau Diehr und Ratsherr Schmidt abschließend.

Segelregatta Kiel-Aarhus: im Wettbewerb zueinander finden

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion

Die Kieler SSW-Ratsfraktion setzt sich für ein gemeinsames Segelsport-Event zwischen Kiel und unserem dänischen Partner Aarhus ein. Zu dem in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport beschlossenen Antrag für eine Segelregatta Kiel – Aarhus erklärt Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Wir freuen uns über den Rückenwind, den unser Vorstoß in der letzten Ratssitzung bekommen hat. Vor allem freut uns aber, dass der Ausschuss für Schule und Sport sich im Sinne unserer Initiative (Drs. 0811/2018) für eine Regatta zwischen den beiden immer mehr zueinander findenden Städtepartnern Kiel und Aarhus entschieden hat: Sie ist ein wichtiger Baustein einer gemeinsamen Zukunft. Im Rahmen dieser Regatta können die beiden Städte nicht nur viel voneinander und übereinander lernen, sondern sich auch ihrer Gemeinsamkeiten gewahr werden.

Unser Wunsch ist es, dass Kiel und Aarhus in einem Wettkampf zweier Segelstädte die Möglichkeit bekommen und nutzen, um Kontakte zueinander zu knüpfen, die weit über das Sportliche hinausgehen. Wir verstehen die Regatta Kiel-Aarhus als einen Steigbügel für folgende kulturelle und wirtschaftliche Kooperationen, die einen noch viel weiter gehenden Nutzen für die KielerInnen und unseren dänischen Partner generieren werden.“

Chancen nutzen, Trends mitgestalten: Ein eSport-Haus für Kiel

Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Die SSW-Ratsfraktion Kiel will ein vom Land gefördertes eSport-Haus in Kiel möglich machen. Zu seinem Ratsantrag „Ein eSport-Haus für Kiel“ (Drs. 1134/2018), der im neuen Jahr beraten wird, erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:

„Das Land Schleswig-Holstein stellt im Rahmen seines IMPULS-Förderungsprogramms Mittel für kommunale eSport-Häuser zur Verfügung. Diese Förderung wollen wir in die Landeshauptstadt holen und den immer wichtiger und präsenter werdenden eSport in Kiel fördern. Vorbild dieser Einrichtung sind das im dänischen Sonderburg von der Organisation „Cross Border Esports“ geplante „House of Esport“ und die bereits in Osnabrück entstehende „eSport Factory“.

Wir bitten die Verwaltung, neben überregionalen Akteuren auch lokale Kieler Akteure wie die eSport-Hochschulgruppe der CAU, die Fachhochschule und die Kieler Kreativwirtschaft in die Prüfung und Konzeptionierung des eSport-Hauses einzubeziehen. Die Landeshauptstadt sollte die vom Land vorgelegten Fördermöglichkeiten nutzen, um sich auf der europäischen Landkarte des eSports einen Namen machen.

Das Kieler eSport-Haus soll ein Fixpunkt nicht nur für die Kieler, sondern die gesamte Schleswig-Holsteinische eSport-Szene sein. Mit ihm geben wir den SportlerInnen die Möglichkeit, auch abseits der sonst üblichen Online-Begegnungen miteinander zu trainieren und gegeneinander anzutreten. Das eSport-Haus soll ein Ort des Wettbewerbs und der Nachwuchsförderung werden. Als Voraussetzung braucht es natürlich Infrastruktur und Ausstattung nicht nur für Wettkämpfe in allen gängigen Disziplinen: Sie müssen auch Übertragungsmöglichkeiten über das Internet und Platz für Zuschauer vor Ort bieten. Wie auch in anderen Sportarten wirkt eSport als ein Bindeglied zwischen den sozialen Schichten und Bevölkerungsgruppen. Wenn wir diesem jungen und aufstrebenden Sport eine Kreisklasse und Möglichkeiten der Begegnung bieten, stärken wir mit dieser frühzeitigen Pionierarbeit nachhaltig den Kieler Sportstandort als Ganzes.“

Regatta Kiel-Aarhus: Partnerschaft der Sailing Cities

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion

Zu dem in der heutigen Sitzung der Ratsversammlung beratenen SSW-Antrag „Segelregatta Kiel – Aarhus“ (Drs. 0811/2018) erklärt Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

„Mit unserem Antrag geben wir den Anstoß für ein sportlich-maritimes Projekt, das die Partnerschaft der beiden Städte Kiel und Aarhus unterstreichen und weiter mit Leben füllen soll. Vertreter des SSW brachten bei einer Exkursion nach Aarhus in Erfahrung, dass unser dänischer Partner großes Interesse daran hat, sich etwas vom Kieler Know-How zur Organisation maritimer Großveranstaltungen anzueignen.

Dieses Bedürfnis nehmen wir zum Anlass, eine gemeinsame Segelregatta mit Aarhus ins Leben zu rufen. Dafür soll die Verwaltung ein Konzept zur Verwirklichung vorlegen, in dem auch Kiel-Marketing und die Regattavereine beteiligt werden. Denkbar wäre in dieser Sache zum Beispiel eine Regatta, die in einem Jahr von Kiel nach Aarhus und im folgenden in umgekehrter Streckenführung von Aarhus nach Kiel führt. Die Regatta Kiel – Aarhus wäre eventuell sogar kombinierbar mit Inshore-Regatten in der jeweiligen Zielstadt.

Sport verbindet die Menschen, ermöglicht Kontakte und Austausch. Daher wirkt sich ein dänisch-deutsches Sport-Event wie eine jährliche Segel-Regatta aktivierend auf die entstehende Städtepartnerschaft zwischen Kiel und Aarhus aus; zwei Städte in denen der Segelsport eine so große Bedeutung hat, kommen praktisch nicht umhin, in der gemeinsamen Ausübung dieses Sports weiter zueinander zu finden.“

Dänisch in Kiel: Jetzt auch beim Behördengang

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion

Die SSW-Ratsfraktion begrüßt die Änderung des Landesverwaltungsgesetzes zum Gebrauch der dänischen Sprache gegenüber der Verwaltung in Kiel. Dazu erklärt die stellvertretende SSW-Fraktionsvorsitzende Dr. Susanna Swoboda:

„Für viele Mitglieder der Minderheit wird der Kontakt zur Verwaltung jetzt unkomplizierter. Urkunden können jetzt auch auf Dänisch eingereicht werden, ohne dass die Bürgerinnen und Bürger Übersetzungskosten zu tragen haben. Diese Regelung ist im Landesteil Schleswig schon gültig gewesen und wird nach einer erfolgreichen Initiative der SSW-Landtagsgruppe jetzt auch auf Kiel ausgeweitet.

Erfreut sind wir auch darüber, dass Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer bereits im Januar in der Ratsversammlung eine positive Stellungnahme dazu gegeben hat und das Bekenntnis der Landeshauptstadt Kiel zu ihrer minderheitenpolitischen Verantwortung erneuerte. Kiel steht für Sprachenvielfalt und damit für eine moderne Minderheitenpolitik.“

SSW unterstützt Entwicklung am Falckensteiner Strand und der Festung Friedrichsort

Marcel Schmidt, Vorsitzender SSW-Ratsfraktion Kiel

Die SSW-Ratsfraktion begrüßt die Ankündigung von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, dass die Landeshauptstadt ab 2019 am Falckensteiner Strand komplett auf Parkgebühren verzichten will. Der Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Marcel Schmidt, sagt dazu:

„Wir unterstützten Oberbürgermeister Ulf Kämpfer bei der Entwicklung dieses Gebietes. Der Verzicht auf Parkgebühren soll dabei nur der Anfang sein, um den Zugang zu diesem Gebiet zu erleichtern. Eine bessere ÖPNV-Anbindung, barrierefreie Zugänge zum Strand, Verbesserungen für den Fahrradverkehr und eine Nutzung des Areals für Veranstaltungen sollen das touristische Potenzial dieses Gebietes erschließen. Der Wegfall der Parkgebühren darf aber nicht bedeuten, dass dieser Bereich sich selbst überlassen bleibt. Sicherheit und Sauberkeit sollen auch durch den Einsatz von Mitarbeitern der Stadt gewährleistet werden. Wir unterstützen ausdrücklich die Sanierung des Jugenddorfes Falckenstein, die der SSW in der Kieler Ratsversammlung gemeinsam mit anderen Fraktionen beschlossen hat.

Das Gebiet verfügt aber nicht nur über einen hohen emotionalen und sozialen Wert, sondern auch über eine besondere historische und kulturelle Komponente. Zu diesem Bereich gehört die Festung Friedrichsort, die einzige Seefestung in Deutschland. Sie ist das bedeutendste Denkmal, das mit der gemeinsamen dänisch-deutschen Geschichte verbunden ist. Der SSW will eine Rekonstruktion der Festung erreichen, um den drohenden Verfall dieses Denkmals aufzuhalten. Die „Schwester“, eine nach den gleichen Plänen gebaute Festung, befindet sich übrigens in Kopenhagen. Es ist die Festung von Kopenhagen, „Kastellet“. Eine 1667 fertiggestellte Festungsanlage in sehr gutem Zustand und ein bedeutender historischer Ort, sowie beliebtes Ausflugsziel. Kopenhagen hat gezeigt, was man aus einer historischen Festung machen kann.

Erst durch die Entwicklung aller relevanten Ebenen des Bereichs zwischen dem Leuchtturm Friedrichsort und dem Falckensteiner Strand kann das gesamte touristische Potenzial dieses Gebietes erschlossen werden.“

Masterplan Kinderbetreuung in Kiel: Große Erfolge, doch die Reise geht weiter

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion und Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

Zum „Masterplan Ausbau Kindertagesbetreuung in Kiel“, den der Jugendhilfeausschuss am 28. März beschlossen hat und der derzeit in weiteren Gremien der Ratsversammlung beraten wird, erklären der jugendpolitische Sprecher Volkhard Hanns (SPD) und die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Dr. Susanna Swoboda (SSW):

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Gemeinschaft als Arbeitsmodell – SSW Kiel startet in den Kommunalwahlkampf

Gerade erreicht uns die Nachricht, könnte man sagen. Aber wir waren natürlich dabei – beim Wahlkampfauftakt unserer Partei in Kiel am Freitag. Und weil das, was es dort zu hören gab, ’ne richtig coole Ansage war, veröffentlichen wir das hier. Es erklärt nämlich sehr viel unserer Arbeit und warum sie der ganzen Stadt gilt statt allein der wunderbaren Minderheit, aus der wir kommen.

Die Doppelspitze des SSW in Kiel, Marcel Schmidt (Mitte links) und Dr. Susanna Swoboda (Mitte rechts), mit Anne-Sophie Flügge-Munstermann (links), Listenplatz 3, und Pascal Schmidt (rechts), Listenplatz vier.

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Zweiter Bericht zur Lage der dänischen Minderheit und der Minderheit der Sinti und Roma der Landeshauptstadt Kiel

Der gerade frisch herausgegebene zweite Bericht zur Situation der dänischen Minderheit und der Minderheit der Sinti und Roma in Kiel ist ein eindrucksvolles Dokument über die Chancen der Integration. Wer als Minderheit seine Kultur und seine Identität nicht nur behalten, sondern auch stärken und entwickeln will, der geht den dänischen Weg, der bedeutet, sich Seite an Seite mit der Mehrheit und den anderen Minderheit für das gemeinsame Haus zu engagieren.

Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel

Rede zum Tagesordnungspunkt 7.7„Zweiter Bericht zur Lage der dänischen Minderheit und der Minderheit der Sinti und Roma der Landeshauptstadt Kiel 2018“, Drucksache: 0367/2018 der Kieler Ratsversammlung am 19.04.2018:

– Es gilt das gesprochene Wort –

„Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich bedanke mich ganz herzlich bei der Verwaltung für die Erstellung dieses Berichts. Er ist für die dänische Minderheit und die Minderheit der Sinti und Roma ein wichtiges Dokument. Der Bericht gibt einen Überblick über die Situation der Minderheiten in Kiel und – das ist für mich und den SSW sehr wichtig – er enthält das klare Bekenntnis der Landeshauptstadt Kiel zu ihren autochthonen Minderheiten und zu ihrer Verantwortung für die Gleichstellung dieser Minderheiten.

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