SSW und SPD rücken Würdigung ehrenamtlicher Arbeit in den Vordergrund

Marcel Schmidt, Vorsitzender SSW-Ratsfraktion Kiel

SPD und SSW schlagen vor, Gesamtkonzept zur Anerkennung ehrenamtlich geleisteter Arbeit in Kiel zu entwickeln. Die Fraktionen von SPD und SSW schlagen der Ratsversammlung am 20. Juli vor, ein Konzept zur Anerkennung ehrenamtlich geleisteter Arbeit in Kiel in Auftrag zu geben. Dazu erklären die innenpolitischen Sprecher Falk Stadelmann (SPD) und Marcel Schmidt (SSW):

„Mit unserem Antrag wollen wir die Grundlage schaffen, das Ehrenamt weiterhin sinnvoll kommunal zu unterstützen. Dass andere Fraktionen unsere positive Haltung zum Ehrenamt teilen, ist an vielen Stellen sichtbar geworden: Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren haben Zugang zu internen Stellenausschreibungen erhalten, die meist ehrenamtlich geprägten Kultureinrichtungen werden institutionell gefördert, verdiente ehrenamtlich Engagierte können unmittelbar teilnehmen an der Eröffnung der ‚Kieler Woche‘. Die Ratsversammlung hat auch Aufträge erteilt, gebührenfreies Parken und kostenfreie oder ermäßigte Busnutzung für ehrenamtlich Engagierte zu prüfen, ebenso wie ermäßigte Eintrittspreise in Bädern und Museen wenigstens für Inhaber von Ehrenamtskarten.

Diese Entscheidungen sind allerdings zeitlich nacheinander und weitgehend zusammenhanglos gefasst worden. Deshalb schlagen wir nun vor, ein in sich abgestimmtes Konzept der Ehrenamtsförderung aufzustellen und danach umzusetzen. Es hätte den Vorteil, dass alle diejenigen, die so viel für unser Gemeinwesen leisten, sich unabhängig von politischen Mehrheiten in dieser Ratsversammlung auf diese Grundloyalität zum Ehrenamt und auf vereinbarte politische Maßnahmen verlassen können.

Wir wollen in der Ratsversammlung am Donnerstag darüber reden, ob und wie wir das Ehrenamt stärker unterstützen können als heute. Wir können gemeinsam einen Weg für das Ehrenamt gehen. Zu der Debatte gehört es aber auch, gemeinsam die von der Verwaltung vorgeschlagenen Beschlüsse zu diskutieren und letztendlich gemeinsam die Beschlüsse zu fassen, mit allen politischen und finanziellen Folgen. Wir scheuen das nicht, und wir sind zuversichtlich, dass die große Mehrheit in der Ratsversammlung mit uns übereinstimmt. Das Ehrenamt in Kiel hat es verdient, dass wir gemeinsam hinter ihm stehen.“

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