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SSW, SPD und Grüne fordern Aktionsplan Schulhöfe

Dr. Susanna Swoboda, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion

Schulhöfe sind ein bedeutender Lernort für Kinder. SSW, SPD und Grüne beantragen daher zur Ratsversammlung am 19. April, einen „Aktionsplan Schulhöfe“ zu entwickeln. Der Antrag verfolgt das Ziel, Schulhöfe parallel zu ohnehin geplanten Baumaßnahmen an Schulen instand zu setzen und somit eine abgestimmte Planung zu erreichen. Er erweitert damit konsequent das erfolgreiche Schulbauprogramm, mit dem schon viele Schulen saniert wurden, Sporthallen und Mensen neu entstanden sind. Auch aus der Kaufsumme des Möbel-Kraft-Geländes wurde ein Teil der ‚grünbegleitenden Maßnahmen‘ in naturnahe Schulhofumgestaltung investiert. Die schulpolitischen Sprecherinnen Dr. Susanna Swoboda (SSW), Beate Friedrichs-Heinemann (SPD) und Andrea Hake (Grüne) erklären:

„In den vergangenen 20 Jahren hat die Stadt schon viele Schulhöfe von reinen Betonwüsten in naturnahe, abwechslungsreiche Flächen verwandelt. Dies ist umso wichtiger, da der Ganztagsunterricht zunimmt und wir beschlossen haben, die Schulkindbetreuung nach und nach an die Schulen zu verlagern. Der von uns beantragte Aktionsplan Schulhöfe soll nun dafür sorgen, dass Infrastruktur und Nutzungsmöglichkeiten der Schulhöfe bei ohnehin nötigen Baumaßnahmen stets mitgedacht werden. Ausgehend von der aktuellen Situation sollen pädagogische Konzeptionen entwickelt werden. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer können dabei ihre Ideen einbringen, denn für Kinder bieten die Pausen auf dem Außengelände der Schule einen wichtigen Ausgleich zu der regulierten Unterrichtszeit. Kinder wollen sich bewegen, sich mit anderen Kindern austauschen oder mal ihre Ruhe haben. Die Ausstattung und Attraktivität der Pausenhöfe spielen dabei eine wichtige Rolle.

Der von uns angeregte Aktionsplan greift ineinander mit der Spielleitplanung der Stadt, die sich zunächst auf Spielplätze bezieht, und bietet darüber hinaus dringend benötigte Bewegungsräume in den Quartieren. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schulen morgens geöffnet und ab nachmittags geschlossen waren – schon längst sind Schulen zu Gebäuden geworden, die auch am Nachmittag und Abend genutzt werden. Das muss auch für unsere Schulhöfe gelten! Sie sind ein wichtiger Lern- und Erfahrungsort für Kinder und Jugendliche.

Mit dem Aktionsplan Schulhöfe wollen wir die Schulhöfe noch mehr in die Stadtteile einbinden. Das allgemein steigende Umweltbewusstsein erhöht zudem das Interesse an naturnahen Außenräumen auf dem Schulgelände. Diese Räume können, je nach Möglichkeit, den Unterricht auch unterstützen wie beispielsweise mit der Idee des ‚grünen Klassenzimmers‘, das die Möglichkeit bietet, eine Schulstunde in den Außenräumen zu verbringen und so das Motto ‚Lernen im Freien‘ umzusetzen. Es ist unsere Aufgabe, die Potentiale der vorhandenen Außenräume zu erkennen und gemeinsam mit allen beteiligten Gruppen Konzepte für die Gestaltung der Außengelände zu entwickeln, die den schulischen Alltag bereichern und als Bewegungsräume nach Schulschluss für alle zur Verfügung stehen. Dieser Verantwortung werden wir mit dem Aktionsplan Schulhöfe gerecht.“

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