Renaissance des sozialen Wohnungsbaus: Kiel soll Gründung einer Wohnungs(bau)gesellschaft vorbereiten

Marcel Schmidt, Vorsitzender der Fraktion des SSW im Rat der Stadt Kiel und deren wohnungspolitischer Sprecher

In der Ratsversammlung am 16. März beantragen die Fraktionen von SSW, Grünen und SPD gemeinsam, die Gründung einer städtischen Wohnungs(bau)gesellschaft zu prüfen. Dabei soll die Verwaltung Vor- und Nachteile möglicher Rechtsformen abwägen. Den zuständigen Ausschüssen soll bis zum Herbst 2017 auch eine Empfehlung vorliegen, welche Ausstattung an Eigenkapital, Grundstücken und Wohnungen nötig ist, um eine solche Gesellschaft zu gründen.

„Mit dem Bauprojekt am Schusterkrug hat die Stadt bereits die Renaissance des sozialen Wohnungsbaus eingeläutet. In den letzten Jahren ist der Anteil an geförderten Wohnungen stetig gesunken. Diesen Trend wollen wir stoppen! Da unsere Stadt in den kommenden Jahren weiter wachsen wird, muss auch die Stadt selbst wieder stärker handlungsfähig werden, damit auch beispielsweise für Familien mit Kindern, Ältere und Studierende weiterhin kostengünstige Wohnungen in unserer Stadt angeboten werden.“

Dies erklären die wohnungspolitischen Sprecher Claus Wittig (SPD) und Arne Langniß (Grüne) und der wohnungspolitische Sprecher sowie  Fraktionsvorsitzende des SSW, Marcel Schmidt.

Nach den Vorstellungen von SSW, SPD und Grüne soll die neue Gesellschaft einen schlanken Aufbau haben. Das gesamte operative Geschäft soll von am Markt befindlichen Akteuren wie Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und Eigentümergemeinschaften ausgeführt werden. Grundstücksverkäufe sind grundsätzlich den städtischen Gremien zur Entscheidung vorzulegen. Über einen Aufsichtsrat wird die Ratsversammlung des Weiteren einen unmittelbaren Einfluss auf den Wohnungsbestand behalten.

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