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Olympia der guten Gründe

O24K_logoDas Kieler Paket für die Olympia-Bewerbung kommt Stück um Stück voran. Es gibt dafür viele Gründe, die SSW-Ratsherr Sven Christian Seele zusammen mit den Partnern von SPD und Bündnis-Grünen dem Rat vortrug.

Der SSW unterstützt die Bewerbung Kiels um die Olympischen und Paralympischen Segelwettbewerbe 2024. Seit letzter Woche liegen die Kosten und Finanzierungen auf dem Tisch. Damit schaffen Hamburg und Kiel die zugesagte Transparenz.

Die Kosten für die Landeshauptstadt Kiel belaufen sich auf circa 30 bis maximal 41 Millionen Euro, die aus dem städtischen Haushalt zu tragen sind. Die Investitionen in das Olympiazentrum Schilksee sind richtig und gut angelegtes Geld. Die Kostenrisiken im Kosten- und Finanzierungskonzept sind seriös abgeschätzt. Das vorgelegte Konzept ist ehrlich, weil es klar aufzählt, was wir uns als Landeshauptstadt leisten können.

Insgesamt werden 78 Projekte realisiert – vom Olympischen Segeldorf über den Segelcampus, einen Hotelneubau und den Neubau der Vaasahalle bis hin zu den Hafenanlagen und Molen. Das Olympiazentrum Schilksee soll zu einem neuen, vielseitigen und belebten Zentrum, das weit über die Olympischen Spiele genutzt werden soll, umgebaut werden. Hierbei muss man aber beachten, dass auch ohne die Durchführung der Olympischen Segelwettbewerbe in den nächsten Jahren eine umfangreiche Sanierung und Modernisierung des Olympiazentrums in Kiel-Schilksee notwendig ist, um den Ruf Kiels als Welthauptstadt des Segelns zu sichern. Wir müssen das Olympiazentrum zukunftsfähig machen. Der letztlich aus dem Stadthaushalt zu finanzierende „Olympia-Anteil“ beläuft sich daher auf rund 15 bis 20 Millionen Euro. Es handelt sich um sehr kluge und sehr nachhaltige Investitionen.

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat in seiner gestrigen Sitzung mit großer Mehrheit beschlossen, die Bewerbung Hamburgs und Kiels um die Olympischen Sommerspiele 2024 zu unterstützen. Dies ist ein wichtiges Signal für unsere Bewerbung und gibt uns den nötigen Rückenwind für die Bewerbung.

Heute ist ein historischer Tag. Gemeinsam bewerben wir uns mit Hamburg um die Olympischen Sommerspiele 2024. Wir wollen im Norden ein frohes Fest der Völkerverständigung feiern. Und vor allem wollen wir den Schwung den die Bewerbung bereits ausgelöst hat und der noch anwachsen wird, nutzen um Kiel und den Segelstandort Schilksee noch attraktiver und zukunftsfähig zu machen.

Wir wollen im Gegensatz zu CDU und FDP die Stadt gestalten. Deshalb wollen wir den Olympiaturbo auch für andere Infrastrukturmaßnahmen wie die geplante Stadtbahn nach Schilksee oder den Schienflieger zum Hamburg Airport nutzen. Dazu gehört natürlich auch das Jugenddorf Falckenstein, welches 1972 als olympisches Jugenddorf ein Treffpunkt von vielen jugendlichen aus aller Welt war.

Die Olympischen Spiele und die Paralympics sind eine Riesen-Chance für die gesamte Region. Es ist ein enormer Imagegewinn, wenn Hamburg und Schleswig-Holstein in den Mittelpunkt des Weltinteresses rücken. Neben dem Sport wird auch der Tourismus massiv profitieren. Und wir schaffen durch nachhaltige Bauten und Investitionen eine große Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung für kommende Generationen.

Lassen sie mich auch noch etwas zu unserem Antrag „Olympia der Guten Arbeit“. Für den SSW sind das die grundlegenden Voraussetzungen für die Bewerbung und Durchführung der Spiele. In dem Papier werden gewisse Standards in den Bereichen „Transparenz“, „Gute Arbeit“ sowie „Infrastruktur und Teilhabe“ formuliert. Beachtung finden dabei die aktuellen deutschen Arbeits- und Tarifstandards. Das entspricht auch der Reformagenda 2020 des IOC.

Die Begeisterung für Olympia 2024 in Kiel ist groß. Das zeigen nicht nur Sportlerinnen und Sportler, sondern Menschen aus den verschiedensten Bereichen. Ich werde am 29. November 2015 mit Ja stimmen. Damit wir nach 1936 und 1972 zum dritten Mal Gastgeber für die Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt sein können. Alle guten Dinge sind drei!

Ich bin mir ganz sicher, dass mir viele Kielerinnen und Kieler folgen werden.

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