Kiel bundesweiter Spitzenreiter bei dänisch-deutscher Zusammenarbeit

Zwischen der Landeshauptstadt und Dänemark ist der Schulterschluss viel stärker als ohnehin anzunehmen ist. „Unter den Kommunen in der Bundesrepublik“, erläutern Marcel Schmidt und Dr. Friedrich Traulsen, die Fraktionsvorsitzenden der SSW- beziehungsweise SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kiel, „nimmt Kiel schon im Bereich der Interreg 5A-Projekte für die deutsch-dänische Zusammenarbeit die unangefochtene Spitzenposition in Deutschland ein.“ Allein auf diesem Feld werden 18 Projekte von Kiel mitgetragen oder leitend geführt. „Eine beachtliche Leistung“, so die beiden Fraktionsspitzen, „die zeigt, welche Vorteile dänisch-deutsche Partnerschaften bringen.“

Einer der Schwerpunkte der Programme ist die Zusammenarbeit in den Wissenschaften. So forscht das Geomar Forschungszentrum zusammen mit dänischen Partnern an mariner Biotechnologie, die die Meere nachhaltig schützen und nutzen helfen soll. Ein anderer Schwerpunkt liegt im Gesundheitswesen, wo die Syddansk Universität in Sonderburg mit Kieler Partnern Verfahren zu entwickeln sucht, die altersbedingte Beeinträchtigungen mildern helfen. „Wie die Arbeiten zur Krebsforschung sind das Themen, die uns allein vor dem Hintergrund des demografischen Wandelns sehr interessieren“, unterstreicht Traulsen.

Doch das Programm Interreg 5A ist nicht das einzige deutsch-dänische oder deutsch-skandinavische Feld, auf dem die Landeshauptstadt aktiv ist. Insgesamt 70 Einzelprojekte verzeichnet eine von der Stadtverwaltung für die Ratsversammlung zusammengestellte Liste. Im Brennpunkt stehen dabei häufig Themen aus den Bereichen: Gesundheit, Hochtechnologie, Unternehmensgründung und der nachhaltige, nutzvolle Umgang mit Natur. Kernvorhaben sind Bildung, Ausbildung, Technologiegewinn und Kultur. Alle stellen Kiel in einen internationalen Zusammenhang, und Dänemark ist der auffälligste Schwerpunkt dabei. Auf Landesebene tonangebend ist oft das Ministerium für Europa, Kultur und Justiz unter Ministerin Anke Spoorendonk (SSW).

„Nicht umsonst“, so SSW-Fraktionsvorsitzender Marcel Schmidt, „haben wir daher vor wenigen Wochen gemeinsam mit unseren Partnern von der SPD den Antrag für eine Partnerschaft mit dem dänischen Aarhus in den Rat durchgesetzt und dabei darauf geachtet, dass die neue Partnerschaft dazu bestimmt ist, neue wirtschaftliche und strategische Ziele zu erschließen.“ Mit der zweitgrößten dänischen Stadt habe man so einen weiteren Partner für Entwicklungen gewonnen, die über die Landeshauptstadt hinaus dem gesamten Landesteil zugutekommen werden.

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