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Gemeinschaft als Arbeitsmodell – SSW Kiel startet in den Kommunalwahlkampf

Gerade erreicht uns die Nachricht, könnte man sagen. Aber wir waren natürlich dabei – beim Wahlkampfauftakt unserer Partei in Kiel am Freitag. Und weil das, was es dort zu hören gab, ’ne richtig coole Ansage war, veröffentlichen wir das hier. Es erklärt nämlich sehr viel unserer Arbeit und warum sie der ganzen Stadt gilt statt allein der wunderbaren Minderheit, aus der wir kommen.

Die Doppelspitze des SSW in Kiel, Marcel Schmidt (Mitte links) und Dr. Susanna Swoboda (Mitte rechts), mit Anne-Sophie Flügge-Munstermann (links), Listenplatz 3, und Pascal Schmidt (rechts), Listenplatz vier.

Der SSW in Kiel betritt Neuland: Unter dem Motto ”Gemeinsam für Kiel” gab die Partei aus der dänischen Minderheit am Freitag den Startschuss für ihren Kommunalwahlkampf in der Landeshauptstadt. Doch anders als alle Jahre zuvor traf man sich dazu nicht im ehemals schleswigschen Teil Kiels nördlich des Kanals, sondern im Legienhof mitten in der Stadt. ”Unser Einsatz gilt allen Bürgerinnen und Bürgern Kiels”, so Marcel Schmidt, der mit Dr. Susanna Swoboda als Doppelspitze die Liste des Kieler SSW anführt. ”Wir stehen mitten in der Gesellschaft und haben etwas beizutragen, das wir gerne mit allen teilen.” Neben dem dänischen Blick auf die Gesellschaft als Gemeinschaft gehört für Schmidt vor allem das pragmatische Arbeiten der skandinavischen Politik dazu. Margot Bullacher, Vorsitzende des Kieler SSW-Distrikts Pries/Klausdorf nannte die Situation daher ”durchaus historisch für den SSW” und wies ihrerseits darauf hin, wie wichtig es für die Minderheit sei, sich wie die Mehrheit mit Leistung einzubringen, statt diese zu fordern.

Der Ansatz findet sich auch im 24-seitigen Programm wieder, das der Kieler SSW für die Kommunalwahl erarbeitet hat. Darin geht es um die Bewahrung der sozialen Stadt. Der SSW will die Partei in Kiel sein, die sich um die Minderheiten kümmert und die Stadtteile im Blick hat. Hochglanzprojekte in der Innenstadt, so ist man sich einig, habe man bereits genug. Der SSW kämpfe daher für die Entwicklung der Stadtteilzentren und eine funktionierende Nahversorgung. Die Menschen in den Stadtteilen sollen zu Fuß einkaufen können. Man will gute Bildung vor Ort, die nicht vom Einkommen abhängig ist, und bezahlbaren Wohnraum. ”Kostenlose Kita-Plätze”, machte Dr. Susanna Swoboda ausdrücklich klar, ”sind dabei wesentlich – für die Bildung wie für die Gleichstellung von Menschen, die neben ihrem Job um die Betreuung ihrer Kinder kümmern müssen!”

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