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Fußball ist kein „Männersport“

Also diese Pressemitteilung der Kieler SSW-Doppelspitze zur Kommunalwahl veröffentlichen wir natürlich gerne. Ganz im Sinne der Ratsfraktion!

Die Doppelspitze des SSW Kiel für zur Kommunalwahl 2018: Marcel Schmidt (links) und Dr. Susanna Swoboda

Marcel Schmidt und Dr. Susanna Swoboda, die beiden Spitzenkandidaten des SSW Kiel zur Kommunalwahl 2018 haben verärgert zur Kenntnis genommen, dass Holstein Kiel die Frauenfußballabteilung ausgliedern will. Der KSV Holstein kündigt auf seiner Webseite an, dass die Frauenfußballabteilung der KSV Holstein sich zur kommenden Saison dem VfB Kiel anschließt. Offenbar wurde die Entscheidung ohne Beteiligung der betroffenen Frauenmannschaften gefällt. Dazu erklären Dr. Susanna Swoboda und Marcel Schmidt:

Das Vorgehen entspricht nicht dem Geist der Gespräche, die zur finanziellen Unterstützung des Vereins geführt wurden. Das gilt insbesondere für die Verhandlungen zum Ausbau des Stadions. Die Ratsversammlung hat die finanzielle Unterstützung an die Bedingung geknüpft, dass das Holstein-Stadion zu mindestens 20% dem Breitensport zur Verfügung steht. Nun geht man einen anderen Weg, indem man eine Gruppe, die Frauenmannschaften, ausgliedert.

„Wir hatten – als Gegenleistung für die finanzielle Unterstützung durch die Allgemeinheit – erwartet, dass Holstein Kiel sich öffnet und den Breitensport stärker einbezieht. Stattdessen müssen wir eine Abschottung des Profifußballs und den Ausschluss des Frauenfußballs beobachten. Wir sind irritiert, dass Holstein die politische Unterstützung für die Förderung des Stadionausbaus durch dieses Vorgehen gefährdet. Der SSW wird in der Kieler Ratsversammlung verlangen, dass die finanziellen Hilfen für Holstein Kiel überprüft werden“, erklärt Schmidt.

Die Ausgliederung der Frauenfußballabteilung „um sich ganz der Arbeit im Herrenbereich und im männlichen Nachwuchs zu widmen“ hat einen selbstherrlichen Beigeschmack und ist aus Sicht der Gleichstellungspolitik nicht akzeptabel. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein Verein, der in den letzten Jahren mit Millionen Steuergeldern gefördert wurde, eine gleichstellungspolitische Zeitreise in die Vergangenheit antritt. Die Steuermittel wurden von Frauen und Männern aufgebracht, wir werden hinterfragen, ob die Förderung von Holstein Kiel den Grundlagen des „Gender Budgetings“ der geschlechtergerechten Haushaltsführung entspricht,” so Swoboda.

Die Doppelspitze ist sich einig: „Fördergelder aus Steuermitteln für einen Club, in dem die Männer unter sich bleiben wollen und die Frauen ausgegliedert werden, wird es mit uns nicht geben.“

 

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