Newsletter - SSW byrådsgruppe Kiel - 23. März 2019 

Kære venner,

die Landtagswahl ist vorbei und eine ganze Menge Themen steht in der heutigen Ratsversammlung zur Beratung an. Welche uns dabei besonders bewegt haben, lest ihr im Folgenden.

Med venlig hilsen

SSWs byrådsgruppe Kiel
Marcel og Susanna

---

Kiel bundesweiter Spitzenreiter bei deutsch-dänischer Zusammenarbeit

Zwischen der Landeshauptstadt und Dänemark ist der Schulterschluss viel stärker als ohnehin anzunehmen ist. Unter den Kommunen in der Bundesrepublik nimmt Kiel schon im Bereich der Interreg 5A-Projekte für die deutsch-dänische Zusammenarbeit die unangefochtene Spitzenposition in Deutschland ein. Allein auf diesem Feld werden 18 Projekte von Kiel mitgetragen oder leitend geführt. Eine beachtliche Leistung, die zeigt, welche Vorteile dänisch-deutsche Partnerschaften bringen.

Einer der Schwerpunkte der Programme ist die Zusammenarbeit in den Wissenschaften. So forscht das Geomar Forschungszentrum zusammen mit dänischen Partnern an mariner Biotechnologie, die die Meere nachhaltig schützen und nutzen helfen soll. Ein anderer Schwerpunkt liegt im Gesundheitswesen, wo die Syddansk Universität in Sonderburg mit Kieler Partnern Verfahren zu entwickeln sucht, die altersbedingte Beeinträchtigungen mildern helfen. Wie die Arbeiten zur Krebsforschung sind das Themen, die uns allein vor dem Hintergrund des demografischen Wandelns sehr interessieren.

Doch das Programm Interreg 5A ist nicht das einzige deutsch-dänische oder deutsch-skandinavische Feld, auf dem die Landeshauptstadt aktiv ist. Insgesamt 70 Einzelprojekte verzeichnet eine von der Stadtverwaltung für die Ratsversammlung zusammengestellte Liste. Im Brennpunkt stehen dabei häufig Themen aus den Bereichen: Gesundheit, Hochtechnologie, Unternehmensgründung und der nachhaltige, nutzvolle Umgang mit Natur. Kernvorhaben sind Bildung, Ausbildung, Technologiegewinn und Kultur. Alle stellen Kiel in einen internationalen Zusammenhang und Dänemark ist der auffälligste Schwerpunkt dabei. Auf Landesebene tonangebend ist oft das Ministerium für Europa, Kultur und Justiz unter Ministerin Anke Spoorendonk (SSW).

„Nicht umsonst haben wir vor wenigen Wochen gemeinsam mit unseren Partnern von der SPD den Antrag für eine Partnerschaft mit dem dänischen Aarhus im Rat durchgesetzt und dabei darauf geachtet, dass die neue Partnerschaft dazu bestimmt ist, neue wirtschaftliche und strategische Ziele zu erschließen. Mit der zweitgrößten dänischen Stadt haben wir einen weiteren Partner für Entwicklungen gewonnen, die über die Landeshauptstadt hinaus dem gesamten Landesteil zugutekommen werden.

 - Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

---

Niemanden zurücklassen: Mehr Jugendsozialarbeit an den Kieler RBZ

Im vergangenen Dezember forderten wir gemeinsam mit der SPD die Kieler Stadtverwaltung auf, ein Konzept zum Ausbau der Jugendsozialarbeit an den Kieler Berufsbildungszentren auszuarbeiten. Dieses Konzept wurde heute der Ratsversammlung vorgelegt, für sehr gut befunden und beschlossen. Künftig werden die drei Kieler RBZ mit je einer Vollzeitstelle für Sozialpädagogik oder Sozialarbeit ausgestattet. Vorrangiges Ziel der verstärkten Jugendsozialarbeit an den Kieler RBZ ist, den Faktoren entgegenzuwirken, die einzelne Schüler benachteiligen und belasten.

Diesen Schülerinnen und Schülern können wir nun – in Kombination mit der neu eingerichteten Jugendberufsagentur – mit der ausgebauten Jugendsozialarbeit nicht nur einen guten Lernerfolg ermöglichen, sondern ihnen auch den Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtern.

„,Bildungshemmnisse abbauen – Zukunftsperspektiven eröffnen – Niemanden zurücklassen': Das ist der Leitsatz der heute verabschiedeten Rahmenvereinbarung, dem wir uns als SSW-Ratsfraktion uneingeschränkt anschließen.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

---

Kieler Historienrundgang auch auf Dänisch

Bei einem heute mit großer Mehrheit beschlossenem Ratsantrag ist es der SSW-Fraktion bereits im vorgelagerten Kulturausschuss gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner SPD gelungen, eine entscheidende Ergänzung durchzusetzen: Eine von der Verwaltung zu erstellende Broschüre über Kiels historische Sehenswürdigkeiten ist neben Deutsch und Englisch selbstverständlich auch in dänischer Sprache zu verfassen. Und das nicht nur, weil Dänisch in Schleswig-Holstein eine anerkannte Minderheitensprache ist, die in Kiels dänischer Minderheit quicklebendig ist, sondern nicht zuletzt auch deswegen, weil die große Zahl skandinavischer Touristen aufgrund der großen Ähnlichkeit ihrer Muttersprachen Dänisch verstehen kann. Die Landeshauptstadt und ihre Geschichte ist ihnen nun viel besser zugänglich.

„Unser Beschluss zur Historienbroschüre stärkt den Kieler Tourismus und stärkt die Wahrnehmung der dänischen Minderheit. Mehr Dänisch in Kiel – da haben am Ende alle etwas davon.

 - Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

---

Holstein Kiel: Heimspiel bleibt Heimspiel

Wir gratulieren Holstein Kiel herzlich zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga! Unser selbstverständliches Ziel ist, dass Holstein Kiel weiterhin seine Heimspiele in Kiel austrägt. Doch wer allein über den Verkauf des Stadions nachdenkt, der riskiert den Fußballstandort Kiel!

Wir unterstützen daher gemeinsam mit der SPD den Oberbürgermeister und den Sportdezernenten bei ihren Gesprächen mit der Landesregierung, den Verein und den Sponsoren. Wir wollen eine sachliche Grundlage für die weiteren Beratungen schaffen und sicherstellen, dass die zuständigen Gremien und die Öffentlichkeit regelmäßig informiert werden. Allen Kielerinnen und Kielern und den vielen Fans von Holstein Kiel wünschen wir eine gelungene Aufstiegsfeier!

„Nach 36 Jahren endlich wieder Zweite Liga! Unsere Störche haben Großes geleistet und wir sind stolz auf den Fußballstandort Kiel. Deswegen setzen wir uns auch dafür ein, dass die KSV in der kommenden Saison in der Zweiten Bundesliga unter optimalen Bedingungen − nämlich im eigenen Stadion − weiterhin guten Fußball spielen kann.“

- Marcel Schmidt und Dr. Susanna Swoboda, Fraktionsvorstand

---