Newsletter 02/17 - SSW byrådsgruppe Kiel - 23. Oktober 2019 

Kære venner,

die heutige Ratsversammlung bringt ein von uns und einer breiten Mehrheit getragenes Bekenntnis der Kieler Ratsversammlung zum Flughafen Holtenau und schafft damit nach einer langen Zeit der Unsicherheit eine stabile Zukunftsperspektive und Planungssicherheit für das Areal. Eine breite Mehrheit hinter sich hatte auch der vom SSW unterstützte interfraktionelle Vorstoß, den Papierverbrauch der Kieler Ratsversammlung ab 2018 radikal zu reduzieren. Welche weiteren Themen wir neben der papierlosen Kommunalpolitik noch bewegt haben, lest ihr im Folgenden.

Med venlig hilsen

SSW-byrådsgruppe Kiel

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SSW und SPD holen die Festung aus dem Dornröschenschlaf

Unsere Bemühungen um die Entwicklung der Festung Friedrichsort beginnen endlich Früchte zu tragen. Mit der Vorstellung des von uns in seiner Zielrichtung maßgeblich geprägten Gutachtens zur Aufdeckung der Entwicklungspotenziale Deutschlands einziger und aus dänischer Zeit stammenden Seefestung und des umliegenden Industriegebietes, hat das Stadtplanungsbüro „Stern“ jetzt einen ersten Aufschlag gemacht, auf dem wir in Zukunft gut aufbauen können. Die Festung Friedrichsort zu entwickeln, zu erschließen und für die Kielerinnen und Kieler erlebbar zu machen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, der wir uns gerne stellen.

Dabei ist es unerlässlich, gleichermaßen den einmaligen historischen Wert der Anlage an der ehemaligen dänischen Außengrenze sowie auch deren wirtschaftlich bedeutende Einbindung in das Industriegebiet Friedrichsort zu berücksichtigen. Um das beste aller möglichen Entwicklungsszenarien zu finden, gilt es, den richtigen Mix aus kultureller, industrieller und nicht zuletzt auch touristischer Nutzung des Geländes festzulegen, damit der Kieler Norden und die gesamte Landeshauptstadt das Bestmögliche aus diesem ungeschliffenen Diamanten herausholen können.

„Die Festung ist eine einzigartige Chance, für Kiel und insbesondere den Stadtteil Pries/Friedrichsort neue und dauerhafte Perspektiven zu schaffen. Dabei ist sie nicht nur ein dänisches, sondern ein europäisches Ereignis. Sie bindet die Geschichte des gesamten Ostseeraums in sich und ist daher wie kaum ein anderes Objekt geeignet, Kiels herausragenden Stellenwert in und für Nordeuropa zu verdeutlichen

- Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

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Jugenddorf Falckenstein muss erhalten bleiben

Das Jugenddorf Falckenstein muss erhalten bleiben. Und damit das so bleibt, bringt die Kieler Rathauskooperation aus SSW und SPD heute gemeinsam mit den Grünen eine Ratsinitiative auf den Weg, die dafür sorgen soll, dass alles Erforderliche getan werden kann, um das Dorf nachhaltig abzusichern.

Dieser Antrag, den wir nach Gesprächen mit den verantwortlichen Akteuren ausgearbeitet haben, hat zum Ziel, eine Machbarkeitsstudie bei einem externen Gutachter in Auftrag zu geben. Seit einiger Zeit befinden wir uns auf fachpolitischer Ebene bereits in Gesprächen, um eine Lösung für das Jugenddorf Falckenstein zu suchen. Mit dem externen Gutachten wollen wir nun verschiedene Möglichkeiten prüfen lassen, wie das Jugenddorf Falckenstein erhalten bleiben kann. Unser Ziel ist es, dass das Jugenddorf seine jetzige Funktion auch zukünftig erfüllt.

Das Jugenddorf Falckenstein bietet den Rahmen für mannigfaltige Projekte in der sozialen Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten erholen sich hier, erfahren niedrigschwellige Bildungsangebote und finden einen unmittelbaren Zugang zu Natur und Umwelt. Die bauliche Situation muss jedoch verbessert werden. Wir wollen deshalb gemeinsam einen Weg suchen, wie die Stadt und der Verein Kieler Jugenderholung das Jugenddorf weiter erhalten können.

„Das Jugenddorf Falckenstein ermöglicht zehntausenden Kindern und Jugendlichen aus Kiel Ferien in der Natur und ist für viele die einzige Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren. Für uns bedeutet das Jugenddorf ein Stück Kieler Tradition und ist gleichzeitig ein Muss für eine Stadt am Meer.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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Seniorenticket auf Kurs zum Erfolgsmodell

Zum Wirtschaftsausschuss am 22. Februar legt die Verwaltung erste Zahlen zum Seniorenticket im Kieler Nahverkehr vor. Demnach wurden bereits bis zum 1. Februar 356 Seniorenmonatskarten im Abo verkauft. Das Seniorenticket ist also bereits vielversprechend gestartet. Vor allem das Verhältnis von Wechslern und Neuabschlüssen übertrifft unsere Erwartungen. Damit ist das Seniorenticket auf dem Weg, ein Erfolgsmodell zu werden.
Von 356 verkauften Seniorentickets verzeichnet die KVG 155 Neuabschlüsse bei 201 Wechslern. Damit sich das Ticket refinanziert, müsste es auf 3 Wechsel einen Neuabschluss geben, d.h. es hätten bei 201 Wechseln schon 67 Neuabschlüsse gereicht.
Das Seniorenticket im Kieler Nahverkehr kann ab dem 1. März 2017 genutzt werden. Die Ratsversammlung hat dazu eine zweijährige Testphase beschlossen. Anfang 2019 soll darüber entschieden werden, ob das Ticket langfristig bestehen bleibt. Voraussetzung ist, dass es gut angenommen wird und sich selbst refinanziert.
Nähere Informationen zu den Bedingungen für das Ticket hat der Eigenbetrieb Beteiligungen der Stadt Kiel auf einem Flyer zusammengefasst, der unter anderem am Umsteiger erhältlich und im Internet abrufbar ist:

http://www.kvg-kiel.de/pdf/Flyer_Seniorenmonatskarten_im_Abo.pdf.

„Das mit breiter Mehrheit beschlossene Kieler Seniorenticket hat einen außerordentlich guten Start hingelegt. Es zeigt uns, dass das Prinzip eines Sozialtickets, nicht nur stark nachgefragt wird, sondern sich auch refinanzieren kann. Damit stärken wir nicht nur die Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe der Ticketnutzer, sondern nebenbei auch unseren ÖPNV.

- Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

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Special Olympics: Schwung für inklusiven Sport in Kiel

Sommerspiele der Special Olympics 2018, das ist die praktische Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Es ist eine Auszeichnung für Kiel, dass Special Olympics Deutschland (SOD) angeregt hat, die nationalen Sommerspiele 2018 hier stattfinden zu lassen.

Wir unterstützen diese großartige Idee, die Special Olympics im Mai 2018 in Kiel auszurichten, vollumfänglich. Die Veranstaltung wird dem inklusiven Sport in Kiel Schwung verleihen. Wir freuen uns, dass es dem Sport- und Sozialdezernenten Gerwin Stöcken gelungen ist, Kiel als Austragungsort für dieses bedeutende Sportereignis zu empfehlen, und danken der Verwaltung für ihren Einsatz.

„Die Special Olympics erfüllen den Inklusionsgedanken mit Leben und bringen Kiel als inklusive Stadt weiter voran. Sport kennt keine Grenzen, wir machen Spiele für alle!.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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