Newsletter 11/16 - SSW byrådsgruppe Kiel - 23. März 2019 

Kære venner,

mit der heutigen Ausgabe wird unser Kieler SSW-Fraktionsnewsletter ein Jahr alt. Wir können zurückblicken auf viele Themen, die wir bearbeitet und mit unseren Kooperationspartnern von SPD und Grünen im Sinne der Kielerinnen und Kieler zu guten Ergebnissen gebracht haben. Was diesen Monat wichtig ist, lest ihr im Folgenden.

Med venlig hilsen

SSW-byrådsgruppe Kiel

 

PS: Am 23.11. stellt die Stadtverwaltung der Presse die Kieler KulturSpuren-App vor. Mit dieser App können die Nutzerinnen und Nutzer mobil die dänische Vergangenheit unserer Landeshauptstadt erkunden. Die App ist bereits jetzt kostenlos für Android-Endgeräte verfügbar und wird auch für i-Phones erhältlich sein.

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Wohnen und Flughafen-Erhalt schließen sich nicht aus

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der wichtigsten Kieler Aufgaben. Dieses sozial ebenso wichtige wie sensible Thema eignet sich keinesfalls als Faustpfand bei den Verhandlungen um die Entwicklung des Flughafen. Mit einem Appell wendet sich der Vorsitzende der Fraktion des SSW im Rat der Stadt Kiel daher nun an die Kooperationspartner bei den Bündnis-Grünen. Sie sollen ihren Widerstand insbesondere gegen die Erschließung eines Baugebietes in Suchsdorf aufgeben.

Mit einem eindringlichen Appell hat sich Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender des SSW im Rat der Stadt Kiel, nun an die Grünen gewandt. Sie mögen ihren Widerstand gegen die Erschließung eines neuen Baugebietes in Suchsdorf endlich aufgeben und den Weg frei machen für die schnelle Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Stadt. Wenig Verständnis hat er für die Position der Grünen, lieber den Flughafen schließen zu wollen, um dort Wohnungen zu bauen. „Aufgrund der Belastungen des Geländes und der zahlreichen bereits begonnenen Großprojekte in Kiel stünde der Flughafen erst in ferner Zukunft für eine Wohnbebauung zur Verfügung – wenn sich denn herausstellt, dass das Gelände überhaupt dafür geeignet ist.“ Ein neues Baugebiet in Suchsdorf, das zudem weit mehr Wohnraum bieten würde als der auch gewerblich genutzte Flughafen, ließe sich schnell und unkompliziert erschließen.

Hintergrund für Schmidts Appell ist das frisch fertiggestellte Gutachten zu den Perspektiven des Flughafens. Die derzeitige Faktenlage gibt es nicht her, dass sich die GutachterInnen, allesamt ausgewiesene Fachleute auf ihrem Gebiet, auf eine Empfehlung haben einigen können. Stattdessen stellten sie dem Pro-oder-Contra eine Vernunftslösung zur Seite: Sinnvoller sei es, erst in einigen Jahren über die Notwendigkeit einer Start- und Landemöglichkeit für Kiel zu entscheiden, wenn wenigstens ansatzweise absehbar wird, wie sich der in einem starken Wandel befindliche Luftverkehr entwickeln könnte. Für Schmidt eine gute Idee. „Vor nur ein paar Jahrzehnten hat man in Kiel die Straßenbahn begraben, weil man der Meinung war, mit dem Individualverkehr den letzten Schluss der Weisheit gefunden zu haben“, gibt er zu bedenken. „Wäre man mit nur etwas mehr Bedacht zu Werke gegangen, hätte der öffentliche Nahverkehr in Kiel heute eine Stütze, wie sie nachhaltiger nicht würde sein können.“

Wer die Schaffung von Wohnraum an die Schließung des Flughafens knüpft, so Marcel Schmidt, weiter, der der gehe leichtfertig gleich an zwei Stellen über die Bedürfnisse der Kieler BürgerInnen und ihrer Zukunft hinweg: Er, oder auch sie, schließt eine wirtschaftliche Zukunftsoption, und tut dies im Wissen darum, dafür erst in vielen Jahren und vielleicht nur wenige Wohnungen schaffen zu können.

Selbst einen Bürgerentscheid kann sich SSW-Fraktionschef Marcel Schmidt daher als letzte Option vorstellen. Allerdings ist er sich sicher, dass dieser nicht notwendig sein muss:

 

„Bei allen durchaus scharfen Gegensätzen hat die Kooperation in den vergangenen Jahre mehr erreicht als ein Bürgerparlament vor ihr: Sie hat Kiel auf einen modernen Kurs in die Zukunft ausgerichtet. Und das kriegen wir auch weiter hin!“

- Marcel Schmidt,  Fraktionsvorsitzender

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Potentiale der Stadt als familienfreundliche Arbeitgeberin werden nun gefördert

Mit breiter Mehrheit hat die SSW-Fraktion gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen von SPD und Grünen aus der Rathauskooperation und unterstützt von der CDU-Ratsfraktion den Antrag "Stadt Kiel als familienfreundliche Arbeitgeberin" in die heutige Ratsversammlung eingebracht. Wir haben das Ziel, die Verwaltung der Landeshauptstadt − eine der größten Arbeitgeberinnen der Stadt − für die zukünftigen Herausforderungen fit zu machen.

Gut ausgebildetes Personal zu gewinnen, zu entwickeln und auch langfristig zu halten ist eine Aufgabe, die durch den demographischen Wandel bedingt spezielle Lösungsansätze benötigt. So ist immer mehr Menschen bei der Wahl ihres Arbeitgebers wichtig, ob sich dort Familie und Beruf möglichst gut in Einklang bringen lassen. Häufig wollen beide Elternteile arbeiten; in Arbeitszeitmodellen, die sich an die individuellen Lebensphasen der Arbeitnehmer/innen anpassen lassen.

Dafür soll die Stadtverwaltung der Politik in einem halben Jahr ein Konzept vorlegen, in dem unter anderem herausgestellt werden soll, wie die Arbeitszeitenregelungen flexibler gemacht werden können, oder ob es vielleicht sogar angebracht ist, eine eigene Betriebskindertagesstätte einzurichten.

„Durch mehr Familienfreundlichkeit wird die Landeshauptstadt nicht nur mehr Mitarbeiter/innen für sich gewinnen, sondern sie durch die gewonnene Zufriedenheit auch leichter halten, Fluktuation minimieren und Fehlzeiten verkürzen.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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