Newsletter 06/16 - SSW byrådsgruppe Kiel - 23. Oktober 2019 

Kære venner,

wir sagen mange tak für eure zahlreiche Teilnahme und für die vielen guten Gespräche, die wir in dieser Woche bei unserem Fraktionsempfang mit euch führen durften. Unter dem Motto „Tør fællesskabet!” –  „Gemeinschaft wagen!” kamen wir unterm Dannebrog zusammen und konnten gemeinsam erörtern, unter anderem beflügelt durch das Grußwort von Justiz-, Kultur und Europaministerin Anke Spoorendonk, dass Gemeinschaft und Kultur zwei Seiten derselben identitätstiftenden Medaille sind.

Abseits davon bestritten wir eine Ratsversammlung, die mit nur wenig Abstand der Kieler Woche vorausgeht. Welche Themen darin eine wichtige Rolle spielen, lest ihr wie immer im Folgenden.

Med venlig hilsen

SSW-byrådsgruppe Kiel

(Bilder: Sven Seele)

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Gemeinsam Kiel gestalten – Stadtteile aufwerten und das Zusammenleben sicherer machen

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern von SPD und Bündnis90/Die Grünen sowie der CDU stellen wir einen Konkretisierungsantrag zu unserem Vorstoß „Gemeinsam Kiel gestalten – Fonds für stadtteilbezogene Aufwertung, Nachbarschaft und sicheres Zusammenleben“, mit dem wir bereits im Februar Mittel in den Haushalt eingestellt hatten.

Mit dem Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten" werden wir Projekte und Maßnahmen in Stadtteilen fördern, die eine nachhaltige Aufwertung, eine Förderung von nachbarschaftlicher Zusammenarbeit und ein sicheres Zusammenleben zum Ziel haben.

Mit diesen Aufwertungsmaßnahmen bewältigen wir die Herausforderung des urbanen Wandels, verbessern die Lebensqualität in den Quartieren, erhöhen somit die öffentliche Sicherheit und werten das Zusammenleben der Kielerinnen und Kieler auf. Die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort an der Auswahl der Aufwertungsmaßnahmen soll das Verantwortungsbewusstsein für den eigenen Stadtteil stärken.

„Mit unserem von breiter Mehrheit getragenen Konkretisierungsantrag geben wir dem Beschluss vom Februar einen gut ausgearbeiteten Rahmen, sodass die Durchführung des Wettbewerbs zeitnah starten kann. Wir sorgen für eine breite Beteiligung und haben ein kluges Verfahren erarbeitet, das die Projektanträge zur Aufwertung unserer Stadtteile aufnimmt und zur Beschlussreife begleitet.“

- Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

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Ein Bad an der Sonne – Prüfung einer Solarthermieanlage fürs Eiderbad

Wir wollen innovative Lösungen für den Weiterbetrieb des Eiderbads Hammer prüfen: Mit einem Antrag in dieser Ratsversammlung bitten wir deshalb die Verwaltung, auch eine Solarthermie-Anlage als Lösung zu prüfen, um das Eiderbad Hammer zukunftssicher zu sanieren.

Eine Solarthermie-Anlage wäre eine innovative Lösung, um den Betrieb des Eiderbads Hammer weiterhin zu sichern. Gleichzeitig könnte auch an dieser Stelle die Energiewende unterstützt werden. Mit wärmerem Wasser könnte das Freibad auch im Frühjahr und Herbst öffnen. Außerdem zieht wärmeres Wasser andere und neue Gäste an. Es wird möglich, andere Bewegungsarten anzubieten, zum Beispiel Wassergymnastik.

Das Know-how für Prüfung und Umsetzung unseres Vorschlags ist in den Kieler Hochschulen und Forschungsinstituten vorhanden. Errichtung und Betrieb einer solchen Solarthermie-Anlage hängen aber davon ab, ob dies seriös ökologisch und ökonomisch verantwortbar ist. Andere Städte haben mit ähnlichen Lösungen bereits vorgemacht, dass eine Solarthermie-Anlage funktioniert. Zum Beispiel betreiben die Stadtwerke Emden im städtischen Freibad Emden-Borssum die größte thermische Solaranlage Niedersachsens. Für Kiel sind aber Untersuchungen notwendig: Wie ist die Energiebilanz? Welche Kosten entstehen? Können Fördermittel für die Solarthermie genutzt werden?

Mit unserem Vorstoß wollen wir das von der Ratsversammlung im Januar in Auftrag gegebene Sanierungskonzept um die Prüfung einer solchen innovativen Lösung erweitern. So bleibt das Eiderbad Hammer im wahrsten Sinne ein Bad an der Sonne.

„Wir wollen, dass das Eiderbad pünktlich zur Saison 2017 wieder fit gemacht wird. Es kann durchaus sein, dass die Solaranlage erst ein Jahr später kommt. Für uns ist das Eiderbad ein Pilotprojekt mit Blick auf Katzheide. Das heißt, dass es auch in Katzheide mit dem Schwimmen weiter gehen wird. Und das sind nicht nur Lippenbekenntnisse.“

- Sven Christian Seele, stv. Fraktionsvorsitzender

„Seit 2005 ist die Stiftung Drachensee Betreiber des Eiderbades. So werden Menschen mit Behinderung in den Bereichen Reinigung, Imbiss, Landschaftspflege und Kassenwesen beschäftigt. Bei entsprechender Eignung und Fortbildung können auch Aufgaben in der Wasseraufsicht von den Menschen mit Behinderung übernommen werden. Wir als Stadt, als Gesellschaft brauchen solche Arbeitsplätze und es dürfen, ja es müssen, mehr werden. Wir sind auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. Teilhabe an der Gesellschaft bedeutet auch Teilhabe an der Arbeitswelt: Deswegen sind solche Arbeitsplätze so wichtig.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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