Newsletter 05/16 - SSW byrådsgruppe Kiel - 21. Januar 2019 

Kære venner,

die Landeshauptstadt Kiel ist eine wachsende Stadt. Dieses Wachstum klug zu gestalten und die sich daraus ergebenden Chancen zu erkennen und zu nutzen, ist eine große Herausforderung für die Kommunalpolitik. Wie eure Vertreter in der SSW-Ratsfraktion diese Aufgabe bewältigen, lest ihr in dieser Ausgabe unseres Newsletters.

Med venlig hilsen

SSW-byrådsgruppe Kiel

 

 

Zum Vormerken:

Am 08.06.2016 findet ab 19 Uhr der Jahresempfang der SSW-Fraktion im Rathaus (Magistratssaal) statt.

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Kiel als Kreative Stadt international aufstellen

Mit dem Beteiligungsprozess zur Kultur- und Kreativwirtschaft hat die Landeshauptstadt Kiel Akzente gesetzt. Unter modernen Städten ist die Förderung dieser Zukunftsbranche inzwischen ein selbstverständliches Thema. Aus Berufsfeldern wie Design, dem IT Sektor aber auch Kunst entstehen international vernetzte Startups und Arbeitsplätze der Zukunft. Kiel soll dabei vorne mitspielen. Als eine der ersten Städte Deutschlands haben wir die Kreativszene selbst gefragt, was zu tun ist, um erfolgreich zu sein.

An erster Stelle der Ergebnisse des Beteiligungsprozesses steht der Raumbedarf. Mit unserem Beschlussvorschlag in der Mai-Ratsversammlung verweisen wir deshalb auf die erfolgversprechenden Entwicklungen im Umfeld der Muthesius Kunsthochschule und in der Wik aber auch auf die Potenziale, die in Gaarden gesehen werden. Hier fordern wir die Verwaltung auf, die zahlreichen Ideen aus der Kreativszene aufzugreifen und die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten der Kultur- und Kreativwirtschaft zu schaffen. Es geht dabei vor allem um günstige Räume, Schaffung von innovativen Orten, an denen kreative Betriebsgründer mit anderen Produkt- und Projektideen entwickeln und realisieren können.

Unter Begriffen wie Hub, Inkubator, Coworkingspace etc. werden Orte verstanden, wo optimale Bedingungen für Kreative geschaffen werden, um Zusammenarbeit mit anderen die Realisierung von Ideen zu ermöglichen. An solchen Orten sind anderswo bereits Startups mit weltweiter Ausdehnung und Bedeutung entstanden. Aufgrund der hervorragenden Ausbildungssituation an den drei Hochschulen Kiels sehen wir hier auch für Kiel große Chancen. Projekte wie OpenCampus, Muthesius Exist und PA:KT/Pink sollen hierfür verstetigt werden.

Zur Kreativwirtschaft gehört aus Sicht der Rathauskooperation auch die Bildende Kunst. Nicht umsonst sind an erfolgreichen Startups sehr häufig Künstlerinnen und Künstler beteiligt. Als Ort der einzigen Kunsthochschule Schleswig-Holsteins hat die Stadt eine besondere Verantwortung, Künstlerinnen und Künstler bei ihrer berufliche Perspektive zu unterstützen. Nach wie vor hat Kiel einen zu niedrigen Internationalisierungsgrad. Hier bietet die bildende Kunst mit ihrer internationalen Ausrichtung viele Möglichkeiten.

 

„Für den SSW als erklärte Kultur-und Minderheitenpartei ist es ganz besonders erfreulich, dass die Kreativwirtschaft die kulturelle Vielfalt und das touristische Angebot unserer Stadt verbessern. Wir wollen die bestehenden engen Kontakte zu Einrichtungen in der Stadt Kolding seitens des Wissenschaftszentrums und des Anscharparks weiter verstärken und für die Entwicklung der Kreativen Stadt Kiel nutzen. Selbstverständlich ist der SSW über gute Verbindungen nach Dänemark erfreut. Kultur und Kreativwirtschaft sind hervorragende Träger für internationale Zusammenarbeit und setzen die Tradition deutsch-dänischer Beziehungen eindrucksvoll fort.“

- Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

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Ausbau der Kindertagesbetreuung geht voran

Die Ratsversammlung beschloss die Kitabedarfsplanung für das Jahr 2016/17 und stellt sich darin den Herausforderungen einer wachsenden Stadt: Nicht nur die Quantität der Kita-Plätze sondern auch deren Qualität müssen nicht nur gehalten, sondern auch stetig verbessert werden.

In Kiel wurde durch enorme Anstrengungen von Stadt sowie Freien Trägern eine beachtliche Betreuungslandschaft für Krippen-, Kindergarten- und Schulkinder aufgebaut. Er wird nicht nur den gültigen Rechtsansprüchen Rechnung getragen, sondern tatsächlich bedarfsgerecht und flexibel unter Einhaltung hoher qualitativer Ansprüche an frühkindlicher Bildung gearbeitet.

Die Herausforderungen wachsen stetig weiter und erfordern eine Bündelung vieler Kräfte. Die Organisation von Räumlichkeiten, Personal und Finanzierung wird immer schwieriger. Trotz deutlich größerem Engagement von Seiten des Landes erhöhen sich die Belastungen für die Stadt. Die Kooperation wird sich weiter engagieren und den bedarfsgerechten Ausbau begleiten. Dabei muss auf gute Rahmenbedingungen für alle Beteiligte geachtet werden.

 

„Unsere Stadtverwaltung leistet wirklich gute Arbeit in der Kinderbetreuung. Gerade in schwierigen Situationen haben die Kolleginnen und Kollegen gezeigt, dass sie kreativ und mit sicherer Hand Vieles möglich machen können. Es gibt keine Alternative zu einer guten Kinderbetreuung und zu einer guten frühkindlichen Bildung. Da müssen wir ran und diese Herausforderung werden wir gemeinsam meistern.“

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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30 Jahre Städtepartnerschaft Kiel-Tallinn – der SSW auf Besuch in der estnischen Hauptstadt

- Sven Seele, stv. Fraktionsvorsitzender

„Als Sprecher für Europa und Städtepartnerschaften war ich vom 13. bis zum 16. Mai 2016 gemeinsam mit einer Delegation unter Leitung von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar in unserer Partnerstadt Tallinn. Am 13. Mai dieses Jahres jährte sich die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen der Landeshauptstadt Kiel und Tallinn zum dreißigsten Mal. In Tallinn wurden wir von Stadtpräsident Kalev Kallo und Bürgermeister Taavi Aas empfangen. Nach einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt nahm die Delegation an einem Empfang anlässlich des „Tages der Stadt Tallinn“ teil.

Sehr spannend ist die dänische Geschichte der Stadt Tallinn, die man auch im historischen Rathaus an den Wänden vorfinden kann. Der Name Tallinn, den die Stadt seit der Eroberung durch den dänischen König Waldemar 1219 im Estnischen trägt heißt „Dänische Stadt“ oder „Dänische Burg“.

Estland ist eines der innovativsten Länder in Europa. Skype, Hotmail und Internettelefonie wurden hier erfunden, die Einwohner geben bei elektronischen E-Wahlen ihre Stimme ab und auch im Bereich Bildung und Gesundheit läuft in dem baltischen Land vieles digital ab. Seit 2005 findet man in nahezu jeder Ecke der estnischen Hauptstadt Tallinn öffentliches WLAN. Ob in Parks und Cafés oder an so ungewöhnlichen Orten wie dem Strand sind die Bürger und Besucher der Stadt digital vernetzt, und das ganz kostenlos. Auch, dass die Einwohner von Tallinn den öffentlichen Personennahverkehr kostenlos nutzen können, zeigt wie innovativ unsere Partnerstadt ist.

Im Juni wird eine Delegation der Stadt Tallinn zum Gegenbesuch in die Landeshauptstadt kommen. Am Donnerstag, 16. Juni, wird das Partnerschaftsjubiläum mit einem Festakt im Rathaus gefeiert.“

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Integration durch Arbeit – junge Flüchtlinge und Geduldete in den Kieler Arbeitsmarkt

Zur aktuellen Ratsversammlung legte die Verwaltung eine umfangreiche und ausführliche Geschäftliche Mitteilung vor, mit welchen Maßnahmen die in Kiel angekommenen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt und damit auch in unsere Gesellschaft integriert werden. Viele Maßnahmen, Projekte und Kooperationen sind in Planung, stehen in den Startlöchern oder sind schon angelaufen. Die Fülle des Angebotes macht aber auch deutlich: Wenn wir selbst es kaum noch überblicken können, wie sollen das dann Menschen schaffen, die erst seit kurzem hier in Kiel leben oder über noch geringe Sprachkenntnisse verfügen? Ein Hauptaugenmerk ist also darauf zu richten, für die Geflüchteten die passende Maßnahme, den passenden Platz zu finden.

Für uns heißt das, Integration funktioniert, muss aber vorbereitet und begleitet werden und da werden wir sicherlich noch viele Erfahrungen mit den unterschiedlichen Maßnahmen machen und dem Zusammenspiel der vielen Kooperationspartner. Insgesamt macht der Bericht deutlich, dass es eine breite Allianz gibt zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, die eine enge Zusammenarbeit und Tatkraft der Akteure voraussetzt. Hierfür gebührt allen Partnern wie der Handwerkskammer, der Stadtverwaltung, den Bildungsträgern, den Hochschulen, Jobcenter, Agentur für Arbeit etc. Dank. Ohne die breite Unterstützung aller Beteiligten, wäre diese gesellschaftliche Herausforderung nicht zu meistern.

„Am RBZ1 sind schulpflichtige Jugendliche im Rahmen ihres Bildungsganges bereits ins Praktikum gegangen. Dabei wurde deutlich, wie groß die Hürden waren, wie viel Mut und Kraft es die jungen Menschen gekostet hat, sich aus dem bekannten und mittlerweile vertrauten Bereich Schule zu lösen und das Praktikum anzutreten. Doch umso größer waren der Stolz und die Freude darüber, es geschafft zu haben, nach einem halben Jahr Schulunterricht in Kiel schon in die Praxis gehen zu können.“

Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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Am Schluss noch eine Information in eigener Sache:

Stellenausschreibung

Die SSW-Fraktion in der Kieler Ratsversammlung sucht für ihr Fraktionsbüro vom 15.06.2016 bis 31.12.2016 eine_n Mitarbeiter_in auf 400 €-Basis. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 10 Stunden.

Wir suchen eine engagierte, motivierte Person, die sich mit Zielen und Programm des SSW identifiziert und für die Zeit der Beschäftigung ihren Wohnsitz in Kiel oder Umgebung hat.

Zu den Aufgaben, die im Rahmen der Beschäftigung zu erledigen sind, gehören unter anderem:

• Unterstützung der Fraktionsgeschäftsführung

• Schreibarbeiten, Korrespondenz, Ablage und Terminpflege

• Vorbereitung und Begleitung von Sitzungen und Arbeitstreffen der Fraktionsmitglieder

Dazu bringt unsere_r Wunschkandidat_in bringt dieses mit:

• Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, sicheres, freundliches und verbindliches Auftreten am Telefon sowie im persönlichen Kontakt

• soziale Kompetenz und Integrität

• Verantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit, Teamfähigkeit

• Interesse an und Kenntnisse über kommunalpolitische Strukturen

• Fähigkeit zur Koordination von Terminen

• Kenntnisse im Umgang mit Office-Anwendungen und Terminierungsprogrammen, Email- und Internetnutzung

• Kenntnisse in WordPress sind wünschenswert

• Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung

Dänischkenntnisse sind von Vorteil; mit Friesischkenntnissen kombiniert vorteilhafter.

Wenn du gerne in einem dänisch geprägten, bikulturellen Umfeld arbeiten möchtest, Freude an den geschilderten Aufgaben hast und unseren Anforderungen (weitestgehend) entsprichst, sende deine aussagekräftige Bewerbung bis zum 27.05.2016 in einer einzelnen PDF-Datei zusammengefasst ausschließlich per Email an:

ssw-ratsfraktion@kiel.de

Dein Ansprechpartner ist Marcel Schmidt, Vorsitzender der Fraktion des SSW im Rat der Stadt Kiel.

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