Newsletter 03/16 - SSW byrådsgruppe Kiel - 21. Mai 2019 

Kære venner,

ein weiterer Monat der kommunalpolitischen Arbeit fand mit der gestrigen Sitzung der Ratsversammlung seinen Höhepunkt. Welche Themen wir dort und über den Rest dieses Monats für euch bearbeitet haben, lest ihr wie immer im Folgenden.

Med venlig hilsen

SSW-byrådsgruppe Kiel

PS: Am besten jetzt schon vormerken: Am 20.01.2017 findet SSW-Nytårsmøde in Kiel statt!

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Freies WLAN: Kiel setzt digitale Maßstäbe

Der SSW begrüßt mit der Einrichtung der ersten 22 Hotspots, die diese Woche im Rahmen des Kieler Abends auf der CeBIT in Betrieb gingen, die Umsetzung seines Ratsbeschlusses „Freier WLAN-Empfang in Kiel“ (Drucksache 0809/2013). Die Etablierung eines kostenlosen WLANs in Kiel durch die Kieler Nachrichten in Zusammenarbeit mit Addix und in Kooperation mit der Stadtverwaltung und der Förde Sparkasse, bringt unsere Landeshauptstadt einen großen Schritt nach vorn und unterstützt die von uns entfachte Dynamik in der Innenstadt.
Durch den in dieser Organisationsform bundesweit einzigartigen Vorstoß hält Kiel mit der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung der Gesellschaft schritt und stellt den Bürgerinnen und Bürgern die Grundlage der dafür nötigen Infrastruktur zur Verfügung. Vernetzung und Telekommunikation sind heutzutage längst nicht mehr an die eigenen vier Wände gebunden; der Bedarf nach kostenlosen und mobilen Datenverbindungen steigt stetig.

"Die heutige Inbetriebnahme der ersten 22 kostenlosen Hotspots ist neben der Bürgerbewegung Freifunk ein weiterer Aufschlag für eine Vernetzung unserer Landeshauptstadt, die sich durch den geplanten sukzessiven Ausbau als äußerst wertvoller Standortfaktor etablieren wird."

- Sven Christian Seele, stv. Fraktionsvorsitzender

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Dänische Straßennamen: Ortsbeirat Mitte stellt sich hinter SSW-Vorstoß

Ihre Idee stieß auf offene Ohren: Während der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats Mitte machte sich SSW-Mitglied Dagmar Link für die Benennung einer Straße im Zentrum nach einer dänischen Persönlichkeit stark. Während die aktuell laufenden Straßenbenennungen im Schlossquartier noch ohne dänische Vertreter beschlossen wurden, hat der Ortsbeirat für die Zukunft schon eine öffentliche Fläche im Visier: Nach Fertigstellung des Kleinen Kiel Kanals wird an der Zufahrt zur Kehdenstraße ein Platz entstehen, für den dann der Name einer dänischen Persönlichkeit weiblichen Geschlechts gesucht wird. Die SSW-Ratsfraktion hätte sorgar einen Vorschlag für die Benennung: die dänische Schriftstellerin Karen Blixen.

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Freie Bahn fürs Seniorenticket

Nachdem die langen Verhandlungen für eine landesweite Lösung eines Seniorentickets bisher noch kein Ergebnis geliefert haben, macht der SSW mit seinen Partnern von SPD und Bündnis90/Die Grünen in der Kieler Rathauskooperation Nägel mit Köpfen: Kiel bekommt sein eigenes Seniorenticket. In einem ab 2017 startenden 2-jährigen Modellversuch wird den Kielerinnen und Kielern ab 65 ein 25%iger Rabatt auf die ÖPNV-Monatskarten im Jahresabo gewährt.

Wir wollen gewährleisten, dass auch Kielerinnen und Kieler mit einer schmaleren Rente am gesellschaftlichen Leben in der Landeshauptstadt teilnehmen können. Unser Ziel ist außerdem, auf diesem Wege mehr Menschen für die Nutzung unseres ÖPNV zu gewinnen, sodass sich das Seniorenticket schlussendlich selbst finanzieren kann. Sollte sich herausstellen, dass dies so nicht funktioniert, wird der Modellversuch nach zwei Jahren beendet

"Mit der Einführung des Seniorentickets sorgen wir dafür, dass viele Kielerinnen und Kieler auch im Alter mobil bleiben können. So ermöglichen wir den Seniorinnen und Senioren mit geringem Einkommen, am gesellschaftlichen Leben in Kiel teilnehmen zu können."

- Marcel Schmidt, Fraktionsvorsitzender

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Bildungsbericht 2015: Familieneinbindung und Frühbildung als Schlüssel zum Erfolg

Frühkindliche Bildung ist das Fundament für die weitere Entwicklung eines Kindes, die Basis für weiteres lebenslanges Lernen. Der Bildungsbericht 2015 setzt seinen Fokus genau auf diesen wichtigen Zeitraum und lenkt damit die Bildungspolitik der Landeshauptstadt Kiel in die richtige Richtung. Der Bericht verdeutlicht, was es bereits an Unterstützungsmöglichkeiten gibt, macht aber auch deutlich, wo wir noch nachbessern müssen. Hier bewährt sich der Ansatz der Partizipation. Nicht Fachleute sondern die Eltern selbst formulierten auf der Kieler Bildungskonferenz, was ihnen an Angeboten fehlt, wo es Verbesserungswünsche gibt. Eltern sind in der Regel die bedeutendsten Bindungspersonen für ein Kind, sie sind Experte für ihr Kind. Eltern werden als Bildungs- und Erziehungspartner begriffen. Nur wenn die Pädagogen vor Ort auch die Eltern erreichen können, kann pädagogische Arbeit erfolgreich sein.

Hier kommen auch die Familienzentren ins Spiel, die noch stärker als andere Einrichtungen der frühkindlichen Bildung die Elternarbeit und Unterstützung der ganzen Familie in den Blick nehmen. Mit niedrigschwelligen Angeboten werden die Eltern motiviert, sich zu beteiligen, mit den Fachkräften zu kooperieren, um so auch ihre eigenen Erziehungskompetenzen zu stärken. Und diese Erziehungskompetenzen der Eltern sind wichtig, da nur Kinder, die eine gute Bindung zu ihren Bezugspersonen haben, im Fachjargon spricht man hier von sicher gebundenen Kindern, ihre Entwicklungsmöglichkeiten optimal entfalten können. Mit elf vom Land geförderten Familienzentren und vielen anderen Angeboten für Eltern ist Kiel hier auf einem guten Weg.

Mit dem Bildungsbericht 2015 „starke Familien in Kiel - von Anfang an“ haben wir ein Werk vorliegen, dass Rahmenbedingungen darlegt, gleichzeitig die Ausrichtung der pädagogischen Arbeit verdeutlicht und einen Ausblick auf die Zukunft und die weiteren Entwicklungen gibt. Damit wird die Landeshaupt Kiel ihrem Anspruch als Bildungsregion gerecht!

"Kein Kind lebt im luftleeren Raum sondern ist immer Teil einer Familie, die der Ort der ersten sozialen Erfahrungen und des ersten Lernens ist. Nur wenn die Pädagogen vor Ort auch die Eltern erreichen können, kann pädagogische Arbeit erfolgreich sein."

- Dr. Susanna Swoboda, stv. Fraktionsvorsitzende

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